03.01.2018 / Agenda Josefstadt

Johanna von Das Lavendelzimmer

Der Strozigrund lebt von den Menschen und ihren Ideen! Das Projekt "Persönlichkeiten am Strozzigrund" stellt die Menschen vor!

 

Im Interview heute Johanna von Das Lavendelzimmer

 

1: Wann bist du das erste Mal am Strozzigrund gewesen?

 

Das muss in meiner Schulzeit gewesen sein. Wobei, nein es war davor. Es gab wie ich 15 war hier ein Lokal der SPÖ. Da gabs damals schon Musik und da hatte ich immer Bezug dazu. Das muss vor 40 Jahren gewesen sein. Damals war ich in der Albertgasse im Gymnasium. Es gab hier Handwerker. Elektriker, Malerbetriebe und eine Schneiderei. Heute ist es eher in die Wohlfühlrichtung gegangen: Massagen, Ärzte, Kung-Fu-Schule, Therapeuten. Das Handwerk ist zurückgegangen, das ist etwas schade.

 

2: Was macht den Strozzigrund für dich besonders?

 

Schon vom Beginn der Gasse sieht man eine Reihe von Lokalen. Die Bänke, sind super. Es macht das Ganze zu einer großen Wohnstraße, ein großes Wohnzimmer. Eine gewisse Entschleunigung gibt es durch die 30er Zone. Es ist einfach einladend hier, man verweilt gerne.

 

3: Wie kam es zu deiner Geschäftsidee?

 

Ich komme eigentlich aus der Beratungs-Richtung. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr darauf und hab dann seinerzeit bei meiner Tochter immer, wenn sie schlecht schlief ein-zwei Tropfen Lavendelöl auf das Polster zu träufeln. Dann hatte ich auch noch eine Nähe zur Provence. Den Plan gab es schon lange, immer wieder bin ich aber doch abgedriftet. Und dann kam der Tag wo alles gepasst hat. Den vorigen Beruf habe ich aufgegeben, das Geschäftslokal ist mir ins Auge gesprungen, war leistbar, habe mir ein Konzept gemacht und am 15.Oktober in der Strozzigasse eröffnet. Dann war sehr lang eine Baustelle vor meiner Türe und durch den Denkmalschutz bestanden sehr wenig Möglichkeiten zu gestalten. Dann dachte ich mir, ich muss die Situation verbessern. Die Anzahl der Produkte sind auch immer mehr geworden. Aus 20 Produkten wurden über 200. Die Josefstädterstraße wirds wohl noch nicht werden, das ist einfach zu teuer. Aber hier geht das noch super.

 

4: Was finden deine BesucherInnen am Strozzigrund interessant?

 

Die architektonische Aufmachung finden die Kunden gut. Hier verläuft ja auch ein Radweg. Das finde ich auch schön. Ich glaube es ist das Aufeinandertreffen von vielen kleinen Geschäften. Buchhändler werden immer wieder empfohlen. Wir werden auch immer wieder empfohlen, gerade wenn Menschen unseren Umzug nicht mitbekommen haben.

 

5: Wovon träumst du am Strozzigrund - gibt es etwas, dass Du hier vermisst?

 

Grün. Und irgendein verbindendes Zeichen, das man weiß, wir hier gehören zusammen. Ein Wiedererkennungswert für die Strozzigasse fehlt. Das ist halt schwierig für alle etwas zu finden. Man muss wissen, man war in einem Geschäft in der Strozzigasse.