13.12.2017 / Agenda Josefstadt

Gabi, Barbara und Nicola von der Buchhandlung Lesewelt

Der Strozigrund lebt von den Menschen und ihren Ideen! Das Projekt "Persönlichkeiten am Strozzigrund" stellt die Menschen vor!

 

Im Interview heute das Team der Kinder- und Jugendbuchhandlung Lesewelt: Gabi, Barbara und Nicola

 

1: Wann seid ihr das erste Mal am Strozzigrund gewesen? Wer oder was hat Euch bei deinem ersten Kontakt hierhergeführt?

 

Barbara: 2006 war ich zum ersten Mal hier. Mein Kinderwagen hat mich hergeführt. Da war ich schwanger und ich bin durch die Gegend gefahren und in dieser Buchhandlung hier gelandet.

Nicola: Bestimmt 1998. Ich war bei den Piaristen im Gymnasium hier. Eine Freundin hat auch um die Ecke hier gewohnt und darum war ich oft in der Strozzigasse bzw. bin oft hier durchgegangen.

Gabi: Ich war ein Buch umtauschen hier im Geschäft und habe dann hier als Praktikantin begonnen. Diese Buchhandlung hatte ja auch schon damals Kinderbücher. Ich wollte unbedingt in den Buchhandel reinschnuppern.

 

2: Was macht den Strozzigrund für euch besonders?

 

Barbara: Wenn man wissen will, wo die Strozzigasse ist, sagt man einfach, dass der 13A durchfährt. Das musische Zentrum finde ich super, meine Kinder waren beide dort. Es ist halt ein Grätzlwesen, die Schule ist da, man kennt sich untereinander. Auch in der Josefstädterstraße ist das so.
Gabi: Ich finde alle Eigenheiten der Gasse toll. Das Grätzlfeeling ist es. Man kommt nicht an den Geschäften vorbei, ohne mit allen zu plaudern.

 

3: Wie kam es zu deiner Geschäftsidee?

 

Gabi: Der pädagogische Buchversand hatte einfach eine irre Tradition. Der war vor uns hier drin. Und es war immer ein Traum von mir eine Buchhandlung zu führen. Jetzt hab ich’s hier auch etwas verkleinert und viel mehr auf Kinder- und Jugendbuch gesetzt. Spiele gibt es auch, weil wir alle gern spielen. Naja wir planen eigentlich schon seit Jahren einen Spieleabend.

Nicola: Vielleicht mit Banana Grimes oder Portale von Moltar, einem strategischen Kartenspiel.

Gabi: Romy wäre auch super. 

 

4: Was finden eure BesucherInnen am Strozzigrund interessant?

 

Barbara: Die meisten Kunden gehen mit etwas raus was bei den Kids ankommt. Und wir bringen oft Kids zum Lesen, die vorher nicht lesen wollten. Es gibt viele Stammkunden hier in der Gegend. Die meisten kommen eigentlich aus der Umgebung oder durch direkte öffentliche Verbindungen wie der 2er Linie aus Ottakring bzw. nun Dornbach oder dem 46er und natürlich dem 13A.

 

5: Wovon träumt Ihr am Strozzigrund - gibt es etwas, dass Ihr hier vermisst?

 

Barbara: Dass die Gasse mehr in die Presse kommt. Etwas das die Leute lesen, was Großräumigeres. Das wäre toll. Wir haben hier so viele Spezialisten und tolle Geschäfte.

Gabi: So ein Touch wie die Neubaugasse wäre genial, die ist allen ein Begriff. Es wäre toll, wenn die Strozzigasse auch etwas bekannter wird. Ich glaub, wenn man hier alles etwas einladender gestaltet, würde das schnell gelingen. Denn tolle Geschäfte haben wir ja. Das Gubler & Gubler als Schweizer, das finde ich auch total cool.

Nicola: Die Gasse hat zwei Buchgeschäfte. Für mich sind somit alle Kriterien erfüllt. Grün fehlt auch.

Barbara: Urban Gardening wäre auch genial hier. Selbstgezogenes Gemüse, wie im Tigerpark.